Startreihe eins und zwei für Audi in Imola

 

• Audi R18 TDI auf den Startplätzen zwei und vier

•Le-Mans-Sieger Marcel Fässler absolviert beste Zeit für Audi

• LMP1-Sportwagen wurde aerodynamisch überarbeitet

Gute Ausgangsposition für die Le-Mans-Revanche: Audi startet von den Plätzen zwei und vier in das 6-Stunden-Rennen in Imola, dem vierten Lauf des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC). Nur drei Wochen nach dem Triumph mit dem R18 TDI beim legendären 24-Stunden-Rennen an der Sarthe fuhr Le-Mans-Sieger Marcel Fässler (CH), der erstmals gemeinsam mit Timo Bernhard (D) startet, mit 1.32,354 Minuten die zweitbeste Zeit und sicherte sich einen Platz in der ersten Startreihe.

Bereits im abschließenden dritten Freien Training auf dem Traditionskurs nahe Bologna hatte Fässler die Bestzeit erzielt. Im ebenfalls vom Audi Sport Team Joest eingesetzten Schwesterauto mit der #2 absolvierte Allan McNish (GB) 0,620 Sekunden hinter Fässler die viertbeste Zeit. Der Schotte startet damit gemeinsam mit Teamkollege Tom Kristensen (DK) aus der zweiten Startreihe.

Der innovative LMP1-Sportwagen mit Audi-ultra-Leichtbau-Technologie wurde für das erste Aufeinandertreffen der Sportwagen-Königsklasse nach den 24 Stunden von Le Mans aerodynamisch überarbeitet. Die neueste Spezifikation des mehr als 540 PS starken Prototyps weist einen höheren Abtrieb auf. Die technische Weiterentwicklung schien sich für Audi auszuzahlen: Bereits zu Beginn des 20-minütigen Zeittrainings gingen die beiden R18 TDI auf Zeitenjagd. Marcel Fässler und Allan McNish eroberten im direkten Schlagabtausch mit Gegner Peugeot zunächst zweimal die beiden vordersten Plätze, mussten jedoch am Ende ihren Konkurrenten den Vortritt lassen.

Der vierte Lauf des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) beginnt am Sonntag um 12:00 Uhr und dauert sechs Stunden. Eurosport 2 überträgt von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 16:00 bis 18:00 Uhr live aus Imola, Eurosport zeigt von 00:00 bis 01:00 Uhr in der Nacht zum Montag eine Zusammenfassung.

Unter www.audi-microsites.com/lemans kann das Rennen außerdem auf der Microsite „Audi Live Racing“ im Internet live verfolgt werden. Audi liefert damit einen Livestream mit Onboard-Aufnahmen der zwei Audi R18 TDI sowie Telemetriedaten der Fahrzeuge, wie Geschwindigkeit, gewählter Gang und Position auf der Strecke.

Stimmen nach dem Qualifying

Marcel Fässler (Audi R18 TDI #1): „Ich bin mit meiner Runde zufrieden. Der R18 TDI war sehr gut zu fahren. Allerdings war es sehr schwierig, die richtigen Bremspunkte zu finden, denn wir hatten nicht viel Zeit im Freien Training. Im Qualifying herrschte viel Verkehr, ich hatte nur eine richtig freie Runde. Insgesamt bin ich mit meinem zweiten Platz zufrieden. Für das Rennen bin ich sehr zuversichtlich, denn unser R18 TDI ist über die Distanz sehr gut. Aber der Verkehr ist im Rennen sicherlich das größte Problem.“

Timo Bernhard (Audi R18 TDI #1): „Es war eine gute Runde von Marcel. Die erste Reihe ist wichtig für uns. Wir haben damit eine gute Startposition für das Rennen. Ich fühle mich bereit! Die Zusammenarbeit mit Marcel klappt hervorragend, denn wir beide sind Racer und arbeiten in die gleiche Richtung. Wir fahren hier ein neues High-Downforce-Setting, auch auf dieser langsamen bis mittelschnellen Strecke macht der R18 TDI damit einen guten Eindruck.“

Tom Kristensen (Audi R18 TDI #2): „Für mich ist es der erste Einsatz in Imola. Schon das erste Freie Training war etwas zerstückelt, denn viele Rote Flaggen haben die Sitzung häufig unterbrochen. Die zweite Sitzung fiel dann buchstäblich ins Wasser und auch die dritte wurde bei abtrocknenden Bedingungen absolviert. Das Qualifying war mit viel Verkehr ein Vorgeschmack auf das Rennen morgen. Wir haben in dieser Hinsicht wohl ein hektisches Rennen zu erwarten. Das Ziel ist es, schnell und ohne Probleme durchzukommen und hoffentlich viel Erfolg damit zu haben.“

Allan McNish (Audi R18 TDI #2): „Nachdem wir mit unserem Auto im Freien Training wenig Erfahrung sammeln konnten, haben wir im Qualifying das Beste herausgeholt. Die Balance im Auto hat gestimmt. Nach einer freien ersten Runde musste ich mich durch den Verkehr kämpfen. Um ehrlich zu sein wird das Rennen für uns ein hartes Stück Arbeit. Mein Teamkollege Tom Kristensen fährt sein erstes Rennen in Imola. Ich war schon einmal hier, doch wir haben jeweils nur eine Handvoll Runden mit dem R18 TDI absolviert. Aber wir sind hier, um zu kämpfen. Genau das werden wir tun.“

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest): „Wir starten zum ersten Mal in Imola und hatten nur wenig Trainingszeit, nachdem das zweite Freie Training am Freitag verregnet war und das Fahrzeug mit der Startnummer 2 am Samstag ein kleines Problem hatte. Marcel Fässler war im Qualifying sehr stark, er fuhr die ganze Zeit vier Zehntelsekunden schneller als die Konkurrenz. Aber am Ende hat Anthony Davidson überraschend diese Fabelzeit hingelegt. Wir haben für dieses Rennen zwei neue Fahrzeuge aufgebaut, beide laufen gut. Doch das Sechs-Stunden-Rennen wird lang und sehr hart, denn die Strecke hat viele blinde Kuppen und hängende Kurven, hier gilt es, bei rund 50 Fahrzeugen im Rennen, problemlos durchzukommen. Dann ist alles möglich.“

Ergebnis Qualifying

1. Davidson/Bourdais (Peugeot) 1.31,736 Min.

2. Fässler/Berhard (Audi R18 TDI) 1.32,354 Min.

3. Montagny/Sarrazin (Peugeot) 1.32,732 Min.

4. McNish/Kristensen (Audi R18 TDI) 1.32,974 Min.

5. Ragues/Moreau (Oak Pescarolo-Judd) 1.34,746 Min.

6. Jani/Prost (Lola-Toyota) 1.35,047 Min.

7. Belicchi/Boullion (Lola-Toyota) 1.35,700 Min.

8. Collard/Tinseau/Jousse (Pescarolo-Judd) 1.35,996 Min.

9. Cortes/Geri/Piccini (Zytek) 1.36,084 Min.

10. Beche/Thiriet/Firth (Oreca-Nissan) 1.37,208 Min.

Audi AG

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