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Audi Kundensport: Knowhow-Transfer zwischen Rennstrecke und Straße

• Aufbau des Audi R8 LMS auf Basis des Serienmodells

• Werner Frowein, Geschäftsführer der quattro GmbH: „Rennwagen speziell für den Kundensport-Einsatz entwickelt“

• Beeindruckende Erfolgsbilanz mit sieben Titeln und 65 Siegen

Mit dem R8 LMS ist Audi seit 2009 erfolgreich im Kundensport aktiv. Die quattro GmbH baut in ihrer Motorsport-Manufaktur in Heilbronn-Biberach die Modelle für den Renneinsatz auf. 35 Exemplare sind bisher weltweit bei Kunden- und Importeurteams im Einsatz.

„Der R8 LMS ist der erste Rennwagen von Audi, der speziell für den Kundensport-Einsatz entwickelt wurde“, betont Werner Frowein, Geschäftsführer der quattro GmbH: „Damit können unsere Kunden auch auf der Rennstrecke die sportlichen Gene erleben, die in der R8-Familie stecken.“ 2011 geht der R8 LMS weltweit bei 17 Rennserien und zahlreichen Einzelrennen an den Start, um die bisherige Erfolgsbilanz von sieben Titeln und 65 Siegen weiter auszubauen.

Aufbau und Weiterentwicklung sowie der Vertrieb und die technische Betreuung der Kunden- und Importeursteams verantwortet die quattro GmbH. „In jedem Audi R8 LMS stecken rund 250 Arbeitsstunden“, erklärt Romolo Liebchen, Leiter des Audi Kundensports: „Perfektion wird bei uns groß geschrieben.“

Die Basis des Kundensport-Modells bildet die Aluminiumkarosserie des Audi R8. Da knapp 90 Prozent der Bauteile identisch sind, entstammt sie dem Karosseriebau der Neckarsulmer R8-Manufaktur. Einziger Unterschied: Der R8 LMS bekommt zusätzlich eine für den Renneinsatz konzipierte Sicherheitszelle.

Das Gewicht spielt im Motorsport eine wichtige Rolle. Neben den Türen und dem Dach aus Aluminium besteht die gesamte Außenhaut des Audi R8 LMS aus Kohlefaser. Zudem wird die Karosse aus Gewichtsgründen an Stelle des Lacks lediglich mit kathodischem Tauchlack (KTL) beschichtet.

Rund fünf Kilometer vom Audi-Werk Neckarsulm entfernt erfolgt dann am Außenstandort in Heilbronn-Biberach die Montage des Rennfahrzeugs in der Kundensport-Manufaktur. Auch hier werden die vorhandenen Synergie-Effekte genutzt. Audi hat die Serienversion des R8 als konsequenten Sportwagen entwickelt. Daher kommt knapp über die Hälfte der verbauten Teile unverändert oder mit geringen Modifikationen für den Rennsport zum Einsatz.

Der V10-Motor entspricht ebenfalls weitgehend dem Serienstand: „Das ermöglicht konkurrenzlos hohe Laufleistungen“, unterstreicht Liebchen. Die im Renneinsatz gewonnenen Erkenntnisse fließen umgekehrt wieder in die Serienproduktion ein. So entstammt beispielsweise das Gewindefahrwerk des R8 GT dem Kundensportmodell – ein weiteres Beispiel für den Knowhow-Transfer zwischen Motorsport und Serie.

In der nahen Zukunft wird das Konzept ausgeweitet: Ein modulares Kundensport-Programm eröffnet interessierten Käufern ab 2012 eine Modellpalette mit neuen Fahrzeugen und erweitert die Einsatzgebiete für Audi-Kundensport-Rennwagen signifikant. Einen ersten Schritt auf diesem Weg markiert der Audi TT RS, der sein Debüt 2010 im Langstreckensport auf der Nordschleife des Nürburgrings im Testeinsatz hatte.

Audi AG


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